Die Lehre über Gott.
Die Lehre über Gott im Koran ist streng monotheistisch: Gott ist einer und einzigartig; er hat keinen Partner und keinen Gleichen. Der Trinitarismus, der christliche Glaube an drei Personen in einer Substanz, wird entschieden abgelehnt. Muslime glauben, dass es keine Mittler zwischen Gott und der Schöpfung gibt, die er durch sein bloßes Gebot „Sei!“ ins Leben rief. Obwohl seine Gegenwart als allgegenwärtig gilt, ist er in nichts verkörpert. Er ist der alleinige Schöpfer und Erhalter des Universums, in dem jedes Geschöpf seine Einheit und Herrschaft bezeugt. Doch er ist auch gerecht und barmherzig: Seine Gerechtigkeit sichert die Ordnung in seiner Schöpfung, in der nichts fehl am Platz ist, und seine Barmherzigkeit ist grenzenlos und umfasst alles. Seine Schöpfung und Ordnung des Universums gilt als der Akt höchster Barmherzigkeit, für den alles seinen Ruhm besingt. Der Gott des Korans, beschrieben als majestätisch und souverän, ist auch ein persönlicher Gott. Er gilt als einem näher als die eigene Halsschlagader, und wann immer ein Mensch in Not oder Bedrängnis ihn anruft, antwortet er. Vor allem aber ist er der Gott der Führung und weist allem, insbesondere der Menschheit, den rechten Weg, den „gerade Pfad“.



