Die islamische Lehre, das islamische Recht und das islamische Denken im Allgemeinen basieren auf vier Quellen oder fundamentalen Prinzipien (uṣūl): (1) dem Koran, (2) der Sunna (den Überlieferungen), (3) dem Konsens (ijmāʿ) und (4) dem individuellen Denken (ijtihād).
Der Koran (wörtlich: „Lesung“ oder „Rezitation“) gilt als das wörtliche Wort Gottes, das Mohammed durch den Erzengel Gabriel übermittelt wurde. Er ist in 114 Suren (Kapitel) unterschiedlicher Länge unterteilt und bildet die Grundlage der islamischen Lehre. Die Suren, die in der Frühphase des Wirkens Mohammeds in Mekka offenbart wurden, befassen sich hauptsächlich mit ethischen und spirituellen Lehren sowie mit dem Tag des Gerichts. Die Suren, die in einer späteren Phase der Laufbahn des Propheten in Medina offenbart wurden, befassen sich größtenteils mit der Sozialgesetzgebung und den politisch-moralischen Grundsätzen für die Gründung und Ordnung der Gemeinschaft.



